#ARD möchte die "Tagesschau" Ende 2012 modernisieren

Susanne Daubner liest einfach weiter. Kein Lächeln huscht der "Tagesschau"-Sprecherin über die Lippen, obwohl sich an jenem Sonntagvormittag eine Putzkraft unter ihren Moderationstisch beugt, der Sprecherin "Guten Morgen" wünscht und - völlig unbeirrt - den Mülleimer leert. Das Video dieses lustigen Fauxpas' ist ein Hit auf dem Videoportal Youtube. Mehr als eine Million Mal wurde der Auftritt des fleißigen Reinemachers aufgerufen.

Dass Frau Daubner damals gar nicht darüber lachen konnte, lag auch daran, dass die "Tagesschau" eine vor Seriosität strotzende TV-Maschine zu sein hat, komme, was da wolle. Ausnahmen wie die aus dem Februar 2000 bestätigen nur die Regel. Passenderweise ist die Szene noch im Adventskalender auf tagesschau.de zu sehen.

Silvester geht die Hauptausgabe, die "20 Uhr", wie sie intern genannt wird, zum 20000 Mal über den Schirm. Start war am zweiten Weihnachtsfeiertag 1952, damals nur mit ein paar Dutzend Zuschauern. Heute sehen regelmäßig knapp über neun Millionen Menschen zu. Auch mit ihrer Jubiläumsausgabe wird die "Tagesschau" vorleben, was sie letztlich zum Erfolg führte: Sie destilliert das Wichtige des Tages auf eine überschaubare Viertelstunde. Vor allem aber zahlt sich ihr konsequenter Verzicht auf all jenes aus, das sich auf dem Boulevard herumtreibt. Die "Tagesschau" bildet damit einen Gegensatz nicht nur zu den privaten Sendungen wie Peter Kloeppels "RTL aktuell", sondern auch zu "heute" im Zweiten.

Küblböcks Unfall

Fehlgriffe sind rar. Sie lösen zudem unweigerlich jedes Mal aufs neue Proteste aus - bei Zuschauern, vor allem aber in der Hamburger Redaktion. Chefredakteur Kai Gniffke stand nie so sehr unter Beschuss wie am 24. Februar 2004.

Damals verlas Sprecher Jens Riewa - auf Betreiben seiner Chefs - die Meldung über einen Gurkenlaster-Unfall: "Der Sänger und Medienstar Daniel Küblböck ist bei einem Verkehrsunfall in Niederbayern verletzt worden." Bilder des C-Promis ("Deutschland sucht den Superstar") flimmerten über den Bildschirm. Relevant war das nicht - und so ein Patzer ist seitdem nicht mehr vorgekommen.

Schon als das ZDF 1963 mit seiner Nachrichtensendung das Monopol der "Tagesschau" kippte, hinterließ das keine Spuren - "heute" setzte schon damals mehr auf Buntes und auch seine Moderatoren mehr in Szene. Auch das Jahr 1984, der Start der Privaten, stürzte das ARD-Flaggschiff nicht in die Krise. Und selbst als 1992 mit n-tv und 2000 mit N24 private Nachrichtenkanäle starteten, konnte die "Tagesschau" Kurs halten. Das Publikum spielte mit. Es sucht ganz offensichtlich das Kontrastprogramm zu den schnellen, bunten Bildern.

Während die "Tagesschau" einst mit einer einzigen Sendung am Tag begann, wuchs über die Jahrzehnte auf dem Gelände des NDR in Hamburg-Lokstedt eine High-Tech-Zentrale heran. Heute denkt die Redaktion mehr in Themen und weniger in Sendungen. Das, was an Neuigkeiten aus aller Welt einläuft, wird verteilt, vor allem in die Sendungen im Ersten: Im wöchentlichen Wechsel mit ZDF-"heute" mehrmals am Vormittag in das "Morgenmagazin", in jedem Fall aber um 14, 15, 16, 17 und 20 Uhr in die "Tagesschau"-Ausgaben, in "Tagesthemen" und "Nachtmagazin", "Wochenspiegel" sowie in zwei Nachtsendungen.

Die zentrale Redaktion "ARD-aktuell" steuert auch die "Tagesschau in 100 Sekunden" bei, die einst für Handys gedacht war, heute aber auch viele Internetportale wie das des Handelsblatts und der TV Movie bestückt. Außerdem folgte die "Tagesschau" dem Trend der Nachrichtenkanäle: Zum Leid der Privatsender läuft auf dem Digitalkanal EinsExtra werktags von 9 bis 20 Uhr und nun auch immer häufiger am Wochenende jede Viertelstunde eine neue Ausgabe der "Tagesschau" - live moderiert. Mit einem Computer, über die "Apps" für Mobiltelefone und auch sogenannte Hybridfernseher lässt sich zudem "Tagesschau 24" abrufen.

Das alles ist immens viel, bis zu zwölf Stunden täglich. Ob das die Informationsgesellschaft alles braucht? Die Privatsender agitieren dagegen jedenfalls fleißig an, lassen aber mit echtem Gegenprogramm auf sich warten. Viel spannender ist ohnehin die Frage, wie es weitergeht. Gniffke wird seine Sendung Ende 2012 auf eine Gratwanderung schicken. Moderationstische, die wie moderne Telefone auf Berührungen reagieren, soll es dann geben, 3D inklusive.

Zugutekommen soll das laut Gniffke vor allem den moderierten Nachrichtenmagazinen, den "Tagesthemen" und dem "Nachtmagazin". Die Anmutung des Klassikers will Gniffke dagegen bewahren: Durch die "20 Uhr" soll auch künftig kein Moderator, sondern ein Sprecher führen. Zu groß ist offensichtlich die Angst vor Veränderung. Vor der hat sich die "Tagesschau" schon fast sechs Jahrzehnte erfolgreich gedrückt.

Zettelwirtschaft

Auch deshalb erzählt die Redaktion ein paar Details aus ihrem Tagesgeschäft lieber nicht zu laut. Zum Beispiel, dass die Macher der "Tagesschau" schon vor zwei Jahren das Ende der Zettelwirtschaft eingeläutet haben. Wer genau hinschaut, der erkennt, dass auch die Sprecher der Hauptausgabe viele Passagen vom Teleprompter ablesen, der die Texte über die Linse der Kamera laufen lässt. Offiziell ist stets davon die Rede, der "Prompter" unterstütze die Sprecher lediglich, damit die in den ersten und letzten Sekunden ihrer Moderationsblöcke länger Blickkontakt mit ihren Zuschauern halten könnten. Letztlich aber spielt auch die "Tagesschau" damit nur noch jene Präzision vor, um die sie andere Sendungen beneiden.

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Dauerbrenner

Die "Tagesschau" wurde am 26. Dezember 1952 zum ersten Mal ausgestrahlt. Die Hauptnachrichten sendet die ARD täglich um 20 Uhr. Sie dauern 15 Minuten und laufen im Ersten Programm sowie in den Dritten Programmen der ARD. Nur der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk beteiligen sich nicht.

Am Silvesterabend zeigt die ARD die 20000. Ausgabe der "20-Uhr-Tagesschau". Die Redaktion der Sendung, "ARD aktuell" genannt, ist beim NDR in Hamburg angesiedelt. Sie ist auch für alle anderen Ausgaben der "Tagesschau" und für die "Tagesthemen zuständig

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Foto: "Mr. Tagesschau" Karl-Heinz Koepcke


Song Contest: Raab und Engelke sollen Eurovision-Finale moderieren #duesseldorf #eurovision

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Unsere Stars für Düsseldorf heißen möglicherweise Stefan Raab und Anke Engelke. Der öffentlich-rechtliche NDR wünscht sich nach SPIEGEL-Informationen ausgerechnet die beiden Comedy-Größen des deutschen Privatfernsehens als Moderatoren des Eurovision Song Contest 2011.

Hamburg - Die ARD hat offenbar ihre Gast geber für den Eurovision Song Contest 2011 gefunden: Stefan Raab und Anke Engelke sollen die Final-Show aus Düsseldorf moderieren, die am 14. Mai live in rund 40 Ländern ausgestrahlt wird - so wünscht es sich nach SPIEGEL-Informationen jedenfalls der federführende Norddeutsche Rundfunk (NDR).

Allerdings müssen die Intendanten der übrigen ARD-Sender dem Vorschlag auf ihrer Sitzung Anfang der Woche noch zustimmen - zumal es sich bei den beiden Moderatoren nicht um hauseigene Kräfte, sondern um Stars aus dem Privatfernsehen handelt: Engelke ist seit Jahren die Vorzeigekomikerin von Sat.1, Raab das Aushängeschild des Schwestersenders ProSieben.

Die Idee kommt dennoch nicht von ungefähr. In gewisser Weise hat Raab Deutschland als Austragungsort des nächsten Song Contests überhaupt erst möglich gemacht. Die diesjährige Gewinnerin Lena Meyer-Landrut hatte sich in der gemeinsamen ProSieben- und ARD-Casting-Sendung "Unser Star für Oslo" durchgesetzt.

Offiziell will der NDR das Gespann Raab/Engelke nicht kommentieren. "Das ESC-Finale findet erst in einem halben Jahr statt", sagt Sprecher Martin Gartzke. "Die Moderationsfrage ist - wie viele andere Fragen auch - noch nicht entschieden. An Spekulationen da zu beteiligen wir uns nicht."

Die Zusammenarbeit von Öffentlich-Rechtlichen und Privaten für den Gesangswettbewerb war ein großer Erfolg für beide und wird 2011 wiederholt, wenn auch in abgeänderter Form. Es steht bereits fest, dass Lena antritt, ihren Titel zu verteidigen - in Vorab-Shows wird das Publikum lediglich über den Titel abstimmen, den sie singt. Raab hatte nach dem Eurovision Song Contest den Deutschen Fernsehpreis für "Besondere Leistung Unterhaltung" erhalten, eine neu geschaffene Kategorie.

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700 Premium-Filme für YouTube

 

Google verhandelt offenbar mit dem amerikanischen Filmstudio Miramax über die Lizenzen von 700 Filmen. Das berichtet Reuters. Auf diese Weise bekäme YouTube hochwertigen Premium-Content, womit das Videoportal sein Angebot erweitern kann und interessanter für Werbepartner wird.

Mit den Miramax-Filmen würde YouTube zum Konkurrenten für die US-Online-Videotheken Netflix und Hulu werden. Dort können Nutzer kostenlos und legal Serien, Shows sowie andere TV-Sendungen im Internet ansehen. Produktionen von Miramax, darunter "No Country for old Men", "Trainspotting" oder "There will be Blood", haben beide Portale bisher jedoch nicht im Angebot.

Miramax gehörte von 1993 bis 2010 zu Disney. Der Unterhaltungskonzern verkaufte das Filmstudio im Juli 2010 für 660 Millionen Dollar an Filmyard Holdings weiter. Einen Google-Sprecher zitiert Reuters: "Wir sind immer mit Filmstudios in Gesprächen und Disney bleibt weiterhin ein wertvoller Partner für YouTube. Aber abgesehen davon, kommentieren wir keine Gerüchte."

 

24.11.2010

 

 

 

#BASE BoulevardAward: Warum der Boulevard-Journalismus Stars & Smartphones braucht?!

BASE BoulevardAward – Warum der Boulevard-Journalismus Stars & Smartphones braucht?!

 

Man liebt sie, man hasst sie, man kann nicht immer mit ihnen, aber auch nie ohne sie. Die Rede ist von den Prominenten und ihrem symbiotischen Verhältnis, das zwischen ihnen und den Journalisten besteht.

Die Promis und die Presse
Der Marktwert eines prominenten Zeitgenossen hängt von seiner Sichtbarkeit in den einschlägigen People-Magazinen und der Tagespresse ab. Die Faustregel ist einfach: Je öfter du abgedruckt wirst, desto besser bist bzw. kommst du ins Geschäft. Dies gilt natürlich auch für die Online-Präsenz. Und so treffen sich Journalist und Promi auch gerne mal in der Web 2.0-Welt. Hier posten die VIPs via Facebook, Twitter oder über den eigenen Blog, was sie gerade machen, ob sie in einer Beziehung sind oder sie nehmen „persönlich“ Stellung zu den jüngsten Skandalen.

Oftmals sind solche Mitteilungen, die in die Weiten des Internets gesendet werden, gezielte und wohlüberlegte Statements. Ashton Kutcher, Demi Moore und Britney Spears twittern täglich und so landet der eine oder andere Post auch mal in den Print-Medien. Gelegentlich werden  diese Einträge sogar von TV-Boulevard Magazinen aufgenommen und medial verwertet.

 

Das Internet ist heute der rote Teppich
In der heutigen Zeit findet der Boulevard-Journalist also nicht „nur“ seine Story auf den roten Teppichen dieser Welt oder auf den Veranstaltungsparketts der wichtigen Partys – nein, er wird auch in der WEB 2.0-Welt fündig. Dieses Recherchefeld ist mittlerweile keine Kür mehr, sondern Pflicht.

Das wissen auch die für den BASE BoulevardAward nominierten Journalisten und Boulevard-Publikationen. Sie stöbern sich durch die Blogs und Facebook-Accounts der Promi-Welt und finden vielleicht hin  – und wieder Infos, die auch mal ungewollt ins Netz gegangen sind.

Hintergrund zum BASE BoulevardAward
BASE vergibt im Rahmen der Veranstaltung „Movie meets Media“ am 3. Dezember 2010 im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg erstmalig den BASE BoulevardAward! Der Preis soll Journalisten und Publikationen auszeichnen, die für ihre Leser über die neuesten Geschichten aus der Welt der Stars und Sternchen berichten.

Eine Besonderheit dieser Wahl ist die Zusammensetzung der Jury. Zu dieser zählen einerseits Prominente, andererseits aber auch die Leser der Magazine und Zeitungen selbst.

Unter folgendem Link gelangen Sie zum virtuellen Wahllokal:

Verwandte Themen
  1. Neu: Die Promis und Ihre Handy-Faux-Pas – jetzt im BASE Blog
  2. Jetzt abstimmen: Die Nominierten des BASE BoulevardAward stehen fest!
  3. Wir verleihen erstmals den BASE BoulevardAward – Und die Jury sind Sie!

 

Alles nur geklaut?! Michael Douglas-Interview eine Fälschung

Mehrere Zeitungen druckten offenbar erfundene Aussagen

Mit Erfolg wehrte sich der schwer an Krebs erkrankte Hollywoodstar Michael Douglas gegen ein angebliches Interview mit ihm, das in dieser Woche der Berliner Kurier, die Hamburger Morgenpost und der Kölner Express veröffentlichten. Laut Douglas-Sprecher Alan Burry wurde das "Exklusiv-Interview" nie geführt. Gegenüber der dpa gab der Autor des Textes nun zu, nicht mit dem Schauspieler gesprochen zu haben. Erinnerungen an den Fälschungs-Fall Tom Kummer werden dabei wach.

In dem angeblichen Interview wird Michael Douglas mit sehr persönlichen Aussagen über seine Krebserkrankung sowie Problemen mit seiner Ex-Frau und dem gemeinsamen Sohn zitiert. Auf Anfrage von MEEDIA bestätigte auch der Springer-Verlag, dass Bild.de ebenfalls einzelne Passagen des offenbar getürkten Interviews in einem Artikel zitierten. Diese Story ist inzwischen gelöscht. In der gedruckten Ausgabe erschienen die Aussagen nicht.

 

Das Interview in der Online-Version von Mopo.de

Der Sprecher von Michael Douglas erklärte Bild, er könne sich nicht erinnern, dass dass Michael Douglas jemals ein Interview mit dem Autoren geführt habe. "Ganz bestimmt hat er aber nie mit irgendjemand eingehend über seinen Krebs, über den Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau oder über Probleme mit seinem Sohn Cameron gesprochen." Lediglich zum US-Magazin "People" habe es bezüglich der Krebserkrankung unmittelbar nach der Diagnose im August 2010 Kontakt gegeben.

Danach habe Michael Douglas lediglich Pressekonferenzen zum Kinostart seines aktuellen Kinofilms "Wallstreet: Geld schläft nicht" gegeben. Burry erklärte Bild, es habe kein persönliches Interview mit dem Autoren gegeben. Das Interview sei "komplett zusammengeschustert" (engl. "completely fabricated") worden.

Der Sprecher des Hollywoodstars weiter: "Dieses Interview wurde sorgfältig zusammengesetzt aus Bemerkungen, die Michael Douglas auf verschiedenen Pressekonferenzen und in Interviews im vergangenen Jahr gemacht hat. Aber das meiste ist komplett ausgedacht." Alle betroffenen Zeitungen gehören zur Verlagsgruppe M. Dumont Schauberg, dem viertgrößten deutschen Zeitungsverlag. Jan Schmidt, stellvertretender Chefredakteur des Berliner Kurier, erklärte gegenüber Bild zu den Fälschungsvorwürfen, der Kurier und die Hamburger Morgenpost nähmen die "Vorwürfe" des Sprechers von Michael Douglas "sehr ernst". Schon im "ureigensten Interesse" sei man "um Aufklärung bemüht."

Der Autor des Douglas-Interviews, Jörg B., ist war zuerst für Mediennachfragen nicht zu erreichen, sprach dann allerdings doch mit der Deutschen Presseagentur. Gegenüber der dpa räumte B. ein, dass „das wohl ein Fehler“ war. Der 72-Jährige behauptet das Stück vom Online-Klatsch-Portal "tmz" übernommen zu heben. Er gehe aber nach wie vor davon aus, dass das Interview so stattgefunden habe.

Auf einem leicht obskur wirkenden Promi-Portal wird der Journalist ausgiebig promotet. Unter anderem heißt es dort (in nicht ganz korrektem Deutsch) über seine Referenzen: "Mehr als 1000 Personality-Interviews mit internationalen Persönlichkeiten für Europa's führende Illustrierten, teilweise weltweit veröffentlicht." Offenbar belieferte der 72-Jährige, der in Kalifornien lebt, auch deutsche Yellows und diente Tageszeitungen Zweitverwertungen an. Aus dem Umfeld der betroffenen Zeitungen heißt es, man habe schon mehrere Jahre mit dem Autor zusammengearbeitet, ohne dass es zu Beanstandungen gekommen sei. Neben Promi-Stories schrieb B. auch Bücher und produzierte Hörbücher für Kinder.

Voraussichtlich morgen wird es aus dem Hause DuMont eine Stellungnahme in der Sache geben. Bis dahin will man dem Autoren die Möglichkeit geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

 
 

 

17.11.2010

red

 

 

Alfred Neven #DuMont contra Konstantin: Das Imperium schreibt zurück #koeln

Von Markus Brauck und Stefan Kuzmany

Senior gegen Sohnemann: Der mächtige Kölner Verlegerpatriarch Alfred Neven DuMont hat sich erstmals zum Treiben seines Sprösslings Konstantin geäußert - und ihn abgewatscht. Der Filius wertet das nun als "Retourkutsche".

Hamburg/Köln - Ein schönes Wort für eine prekäre Lage: alle Mitarbeiter der Mediengruppe M. DuMont Schauberg seien in "eine misshellige Situation geraten", schreibt der Kölner Firmenpatriarch Alfred Neven DuMont in einer SPIEGEL ONLINE vorliegenden "Depesche" an seine Angestellten, und zwar "völlig unvorbereitet und ohne eigenes Hinzutun" - und das alles "durch meinen Sohn Konstantin". Der Verlag "und auch meine Person" seien von den "lieben Kollegen anderer Zeitungen zum Lieblingsthema mit Fortsetzung auserkoren", und vieles, was geschrieben wurde, habe "einen gewissen Wahrheitsgehalt".
Das "Lieblingsthema mit Fortsetzung", auf welches der 83-jährige Chef des Verlagsimperiums leicht verschwiemelt anspielt, beobachtet die Branche schon seit Wochen: Neven DuMonts Sohn Konstantin, bis vor kurzem designierter Nachfolger Alfreds an der Verlagsspitze, scheint zunehmend außer Kontrolle geraten zu sein.

Zunächst war er mit Kommentarbeiträgen im Blog des Medienjournalisten Stefan Niggemeier aufgefallen. Dann stand er im Verdacht, an selber Stelle unter wechselnden Namen teilweise wüste Angriffe gegen Mitdiskutanten und konkurrierende Verlage zu fahren - und sogar mit sich selbst zu diskutieren, was er alles dementierte. Schließlich wurde er - auf eigenen Wunsch oder erzwungen - von seinen Verlagsämtern freigestellt und in den Urlaub geschickt. Jüngst meldete er sich aus der Freizeit ausgerechnet in der zu den eigenen Publikationen konkurrierenden Kölner Ausgabe der "Bild"-Zeitung zu Wort und forderte den Rückzug seines Vaters.

"Will er mich auszahlen?"

Der hat sich das Treiben lange angesehen, ohne es zu kommentieren. Jetzt scheint er mit seiner Geduld am Ende zu sein: "Festzuhalten ist, dass alle Äußerungen, die nach außen gedrungen sind, sofern sie auch wirklich von Konstantin Neven DuMont stammen, auf ihn zurückgehen und nicht die Meinung des Unternehmens wiedergeben", schreibt der Verleger, der unter anderem den "Kölner Stadt-Anzeiger", die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" herausgibt, über die Kommentare des Sohnes.

Konstantin Neven DuMont selbst sieht in dem Brief des Vaters eine "Retourkutsche". Das sei "schon okay". Schließlich habe er den Senior in den letzten Tagen "ziemlich angegriffen." Allerdings: "Meine Fragen hat er in dem Brief nicht beantwortet. Will er mich auszahlen oder wie sonst stellt er sich das vor?", so der Junior zu SPIEGEL ONLINE. Die Beurlaubung vom Vorstandsposten bedeute "praktisch ein Berufsverbot", da er ja zugleich nicht für einen Wettbewerber arbeiten dürfe. "Das ist ein Zustand, den ich höchstens noch bis zum Monatsende für erträglich halte. Darüber hinaus eher nicht."


Zwischen Vater und Sohn herrscht seit langem Schweigen. "Mein Vater will nicht mit mir reden. Er ist wohl ziemlich sauer." Aus dem Verlag ist zu hören, der Vater-Sohn-Konflikt erinnere "mittlerweile an 'Die Buddenbrooks', gespielt von der Augsburger Puppenkiste".

Mit seinem baldigen Rückzug, so stellte Alfred Neven DuMont allerdings klar, sei nicht zu rechnen: Er sei "gesund" und wolle "feststellen, dass Sie mich noch eine Zeit lang ertragen müssen". Eine - nach den vergangenen Wochen ohnehin unwahrscheinlich gewordene - Nachfolge von Konstantin Neven DuMont auf dem Verlagsthron scheint nach der Depesche des Alten kaum noch vorstellbar. Er wolle "feststellen, dass mit Aufsichtsrat, Vorstand, Geschäftsführungen und Chefredaktionen genug menschliches und fachliches Potential zur Verfügung steht, um die Zeiten, die für uns schwerer geworden sind, zu bewältigen".

Mit anderen Worten: Konstantin Neven DuMont scheint für den Vater verzichtbar.

 

via Spiegel

Meedia: Twitter wächst, Massenmedien profitieren

Ranking der meistzitierten Websites der Twitter-Nutzer

Die Kurzkommunikationsplattform Twitter wird weiterhin populärer. Zwar nutzen natürlich deutlich weniger Leute Twitter als den Giganten Facebook, doch insbesondere beim schnellen Verbreiten von Nachrichten und dem Empfehlen von Lesens- und Sehenswertem hat sich Twitter als äußerst beliebt herausgestellt. Aktuelle Zahlen der deutschen Twittercharts zeigen, dass davon vor allem die traditionellen Medienmarken profitierten: Spiegel, heise, Welt und Zeit werden am meisten zitiert.

Bereits Ende August hatte ich bei MEEDIA zum ersten Mal über die damals neuen Twittercharts berichtet, die ich (MEEDIA-Autor Jens Schröder) wöchentlich errechne und inzwischen auf die neue Website deutschetwittercharts.de transferiert habe. Um herauszufinden, wie die Leitmedien der deutschsprachigen Twitternutzer heißen, werden für die Twittercharts mit Hilfe des Tools backtype.com die Links ausgewertet, die in den vergangenen vier Monaten bei Twitter veröffentlicht wurden. Daraus wird ein Durchschnittswert gebildet, der zeigt wie viele unterschiedliche Twitternutzer pro Woche auf eine bestimmte Website verweisen, sie also zitieren.

Die Reihenfolge auf den ersten vier Plätzen ist dabei im Vergleich zu den ersten Twittercharts Ende August gleich geblieben: Spiegel Online führt haushoch vor heise online, Welt Online und Zeit Online. So verlinkten in den vergangenen vier Monaten 5.644 unterschiedliche Twitter-Nutzer pro Woche einen Spiegel-Online-Artikel - eine beachtliche Zahl. Im Vergleich zu den ersten Charts im August bedeutet das zudem ein Plus von 485. Mehr als 400 Links pro durchschnittlicher Woche hinzu gewonnen haben zudem heise online und Zeit Online.

Auf den ersten 20 Plätzen der Charts findet sich zudem nur eine Website, die im Vergleich zum August verloren hat: Bild.de rutschte um 114 verlinkende Nutzer auf einen Wert von 1.352 und damit von Platz 5 auf 7. Die ansonsten überwiegend positiven Ergebnisse bestätigen den Trend des Twitter-Wachstums im deutschsprachigen Raum. Das Blog "web evangelisten" kommt beispielsweise mit eigenen Berechnungen darauf, dass es im Oktober rund 350.000 aktive deutschsprachige Twitterer gab - ein Zuwachs von 89% gegenüber dem Vorjahr. Die Verlinkungszahlen in den deutschen Twittercharts sind zumindest ein wertvolles Indiz dafür, dass Twitter auch aktuell weiter wächst.

Spannend ist zudem die Tatsache, dass sich auf den ersten 20 Plätzen fast nur traditionelle Medienmarken finden, die es schon vor den Zeiten des Internets gab. Nur zwei Charts-Vertreter haben kein Pendant im Fernsehen oder auf Papier: IT-Nachrichten-Portal golem.de und das wohl bekannteste deutsche Blog netzpolitik.org, das mit 734 unterschiedlichen verlinkenden Twitter-Nutzern pro Woche im Vergleich zum August einen Sprung von Rang 18 auf 15 gemacht hat.

Positiv in eigener Sache ist übrigens die Tatsache, dass MEEDIA im Vergleich zu anderen Fachportalen der Medien- und Kommunikationsbranche die Nase vorn hat. Mit 389 verlinkenden Twitterern pro Woche findet sich MEEDIA in der Top 100 (die Sie jederzeit aktuell unter deutschetwittercharts.de finden können) auf Platz 32. w&v folgt auf Rang 39, kress.de auf 43, Horizont.net auf 52 und DWDL.de auf 61.

 

 

 

12.11.2010

Jens Schröder

 

 

Jetzt abstimmen: Die Nominierten des BASE BoulevardAward stehen fest!

Jetzt abstimmen: Die Nominierten des BASE BoulevardAward stehen fest!

BASE vergibt im Rahmen der Veranstaltung „Movie meets Media“ am 3. Dezember 2010 im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg erstmalig den BASE BoulevardAward! Mit diesem Preis sollen Journalisten und Boulevard-Titel geehrt werden, die das ganze Jahr dafür sorgen, dass ihre Leser immer wissen, was in der Welt der Schönen und Reichen passiert. Wir finden, dass es an der Zeit ist, der Boulevard-Presse Dank zu sagen und freuen uns, Ihnen die nominierten Journalisten und Medientitel präsentieren zu dürfen.

Jetzt sind Sie an der Reihe!
Vom 10.11. – 28.11.2010 haben Sie nun die Möglichkeit, Ihren Favoriten in den Kategorien „Beste/r Boulevard–Kolumnist/in Deutschlands“ und „Beste Boulevard-Publikation Deutschlands“ zu wählen. Mit ein bisschen Glück gewinnen Sie 3 x 2 Karten für die „Movie meets Media“-Veranstaltung in Hamburg am 3. Dezember – inklusive Anreise und Übernachtung. Außerdem stellt BASE 10 hochwertige Smartphones zur Verlosung.

BASE Boulevard Award

 


Hier geht es zur Abstimmung:http://blog.base.de/base_boulevard_award_abstimmung/

 via blog.base.de

 

#Facebook, #Twitter & Co.: Online-Alkoholtest gegen peinliche Ausrutscher

Im Rausch verfasste peinliche Einträge in sozialen Netzwerken müssen nicht sein. Wer Schutz vor sich selbst benötigt, kann einen Online-Alkohltest über die eigene Zurechnungsfähigkeit entscheiden lassen.
Das kostenlose Programm Social Media Sobriety Test, das im Internet-Browser Firefox installiert werden muss, prüft vor dem Einloggen in Facebook, Myspace, Twitter, Flickr und ähnlichen Netzwerken die Motorik des Nutzers, so der Hersteller Webroot.

Der Anwender muss demnach zunächst unter Beweis stellen, dass er mit dem Cursor seiner Maus innerhalb eines kreiselnden Kreises bleiben oder eine Reihe blinkender Lichter richtig zuordnen kann. Erst dann lässt das Programm den Zugang zu den sozialen Netzwerken zu.

E-Mail-Versand erst nach erfolgreicher Matheprüfung
Der Nüchternheitstest solle der „peinlichen Berührtheit nach bedauerlichen, spät in der Nacht verschickten Nachrichten“ ein Ende setzen. Jeder Internetnutzer bestimmt selbst, ab welcher Uhrzeit das Programm den sonst freien Zugang zu Facebook & Co. nur nach Bestehen des Tests zulässt.

Der Internetkonzern Google hat ein ähnlich funktionierendes Programm bereits für das Versenden von E-Mails entwickelt. Diese können nur verschickt werden, wenn der Nutzer des Programms innerhalb einer Minute fünf leichte Matheaufgaben löst.

Wir verleihen erstmals den BASE BoulevardAward - Und die Jury sind Sie!

Der Job des Boulevard-Journalisten erscheint auf den ersten Blick sehr glamourös: Sie werden zu den wichtigsten Veranstaltungen eingeladen, kennen die Promis und sind am roten Teppich gern gesehene Gäste. Was der Leser jedoch nicht sieht, ist der Stress, der hinter den Artikeln und Fotos steckt. Langes Warten, immer auf der Suche nach der Top-Story, Spätschichten, Stress und Überstunden gehören zum Alltag eines jeden Boulevard-Journalisten.

BASE Boulevard Award

 

Es ist Zeit, die Journalisten ins Rampenlicht zu rücken
Dabei bleiben die Boulevard-Journalisten selbst stets im Hintergrund, schließlich sind die Stars und Sternchen Objekt der Begierde. Wir finden, dass es an der Zeit ist, diese Journalisten jetzt auch mal ins Rampenlicht zu rücken! Im Rahmen der Veranstaltung „Movie meets Media“ wird am 3.Dezember 2010 im Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg erstmals der „BASE BoulevardAward“ verliehen:

 

Geehrt wird in zwei Kategorien:

  1. Beste/r Boulevard–Kolumnist/in Deutschlands
  2. Beste Boulevard-Publikation Deutschlands
    (Tagespresse und wöchentliche Magazine)

Die Jury sind Sie!
Die Jury ist unbestechlich und sehr kritisch, denn es sind auf der einen Seite die Prominenten selbst und auf der anderen Seite die Leser, die die Entscheidung treffen.

Jeder kann mitmachen und pro Kategorie seine Stimme abgeben. Mit der Bekanntgabe der Nominierten am 10.11.2010 hier im BASE Blog  beginnt die Wahl.

Mitmachen und gewinnen*
Jeder, der mitmacht, hat die Chance auf exklusive Gewinne: Als Hauptpreis verlost BASE 3 x 2 Karten für die „Movie meets Media“-Veranstaltung am 3. Dezember inklusive Anreise und Übernachtung. Zusätzlich stellt BASE 10 hochwertige Smartphones zur Verlosung.

 

*Teilnahmebedingungen:
Teilnahmeschluss ist der 28.11.2010. Von der Teilnahme an dem Gewinnspiel sind Mitarbeiter und Familienangehörige der E-Plus Mobilfunk GmbH& Co. KG, der E-Plus Service GmbH & Co. KG, der SNT Deutschland AG, und Mitarbeiter bzw. deren Angehörige von verbundenen Unternehmen ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Pro Person ist nur eine Teilnahme gültig. Etwaige mit der Reise anfallende Spesen oder Nebenkosten, die nicht vom ausgeschriebenen Preis abgedeckt sind, trägt der Gewinner selbst. Die ausgeschriebenen Preise sind nicht übertragbar und können nicht geändert oder gegen Bargeld eingetauscht werden. Die Teilnahme über einen Gewinnspielservice ist ausgeschlossen. E-Plus ist berechtigt, Einsendungen von Gewinnspielagenturen zu löschen und den diese Agenturen nutzenden Teilnehmer von der Teilnahme auszuschließen. Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel erfolgt ausschließlich über diese Seite. Die Gewinner werden über ihren Gewinn informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.